gallery/osteopathie chiropraktik - daniel steidl

Bei plötzlich einsetzenden, hochakuten, heftigen Schmerzen (z.B. Hexenschuss, Bandscheibenverletzungen)  sollte die Erstbehandlung erst nach dem Abklingen der äußerst schmerzhaften Akutphase erfolgen. Dies dauert meist 1 - 14 Tage. Wenn Sie sich also plötzlich vor Schmerzen nicht mehr Bewegen können, vereinbaren Sie gleich einen Termin! Die Behandlung sollte jedoch erst erfolgen, wenn Bewegung wieder einigermaßen möglich ist. Auch wenn Ihre Beschwerden gleich wieder abklingen, lassen Sie sich von mir untersuchen und behandeln, da die Schmerzen oft auf eine bereits bestehendes Problem hinweisen. Um die Zeit bis zur Behandlung zu überbrücken beachten Sie bitte folgende Anweisungen:

 
Ruhe / Entlastung / ggf. Abklärung der Beschwerden

Entlasten Sie akut schmerzende Körperteile und ruhen Sie sich aus. Meiden Sie schmerzende Positionen (z.B. sitzen, stehen). Begeben Sie Ihren Körper in eine entlastende Position (z.B. Stufenlagerung). Lassen Sie die Beschwerden gegebenfalls schulmedizinisch abklären. Erforderlich ist dies u.a. bei schweren Unfällen, plötzlichem Hörverlust, Rückenschmerzen mit Reiterhosenanästhesie / ungewolltem Urin/Harnverlust / motorischen oder neurologischen Ausfällen, bei plötzlich und erstmalig auftretendem heftigen Kopfschmerz oder Schwindel.

 

Kälteanwendungen

Bei der Kälteanwendung kommt es durch die Konstriktion des Gewebes anfänglich zu einer Schmerzsteigerung und Reizzunahme durch den entstehenden Platzmangel. Deswegen wird Kälte normalerweise ungern von Patienten angewendet. Die Kälteanwendung sollte im Temperaturbereich von ca. +5° bis +10°C liegen, also eher eine Kühle (NICHT aus dem Gefrierschrank!) Die Dauer der Kälteanwendung sollte ca. 15 Minuten betragen und bis zu alle 2 Stunden wiederholt werden.

 

Dadurch wird ein Abschwellen der entzündeten, angeschwollenen Stelle und ein herabsetzen der Schmerzreizleitung bewirkt (durch den weniger eingeengten Nerv / Rezeptoren), was dem Patienten NACH der Kälteanwendung symptomatisch Linderung verschafft. Die durch Kälte verkrampftere Muskulatur wird nach der Kälteanwendung reflektorisch besser durchblutet und wieder erwärmt, was zur Lockerung und weiteren Schmerzreduktion führt, sowie den Heilungsprozess fördert. Eine Wärmeanwendung bei gereizten Nerven und deren Rezeptoren sollte generell vermieden werden. Bitte benutzen Sie keine Wärme, insbesondere elektrische Wärme, da dadurch die Nerven meist mehr gereizt werden, da Wärme das Gewebe mehr anschwellen lässt.

 

Wärmeanwendungen

Wärme sollte definitiv nur bei muskulären Beschwerden und später, nach abgeklungener Entzündung angewandt werden. Bei akuten Entzündungsprozessen ist kühlen besser. Ein altes äußerst wirksames Hausmittel bei Gelenksentzündungen der Extremitäten sind nächtliche Topfenwickel. Fettreichen Topfen dick auftragen und mit Klarsichtfolie leicht umwickeln.

 

Wenn die Entzündung abgeklungen ist, sollte man mit Wärmesalben tagsüber die Durchblutung und somit Heilprozesse der verletzten Strukturen weiter fördern. Das ist vor allem bei schlecht durchbluteten Regionen sehr wichtig. In der Halleiner Stadtapotheke gibt es dazu eine geeignete Gelenksalbe von Mohamed Khalifa.

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